Oberschopfheim feierte im Jahr 2013 seine 1250-Jahr-Feier. Das gesamte Jahr stand ganz im Zeichen dieses besonderen Ortsjubiläums. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf eine Schenkung des Bischofs Heddo an den Ort „Scopfheim“ im Jahr 763.
Die Vorbereitungen für dieses außergewöhnliche Jubiläum, das es in dieser Form zuvor in Oberschopfheim noch nie gegeben hatte, begannen bereits im Herbst 2009 mit einer Sitzung sämtlicher Vereine. In zahlreichen Treffen der verschiedenen Arbeitsgruppen, bestehend aus Vereinen, Schulen, Kindergärten, kirchlichen Vertretern sowie Mitgliedern des Ortschaftsrates als jeweilige Gruppenleiter, wurde ein vielfältiges Programm für das Festjahr 2013 erarbeitet.
Den Auftakt bildete ein Silvesterball 2012/2013 in der ausverkauften Auberghalle. Es folgten ein Neujahrsempfang, eine Marienwallfahrt, ein Festabend in der Sternenberghalle, das große Festwochenende, Theateraufführungen sowie ein großes Kirchenkonzert, die die Bürgerinnen und Bürger der Gesamtgemeinde durch das gesamte Jubiläumsjahr begleiteten.

vl.n.r.: Bürgermeister Armin Roessner, Ortsvorsteher Michael Jäckle, Richard Haas (ehemaliger OV von Oberweier), Gerold Eichhorn (ehemaliger OV von Heiligenzell) und Martin Buttenmüller (ehemaliger OV von Schuttern)
Zwei Ereignisse werden den Oberschopfheimern wohl zeitlebens in Erinnerung bleiben. Zum einen das große Festwochenende vom 22. bis 23. Juni 2013. Das Dorf wurde hierfür mit insgesamt zwölf Themenhöfen ausgestattet, die das dörfliche Leben Oberschopfheims in früheren Zeiten darstellten. Dem Ideenreichtum der Arbeitsgruppe war es zu verdanken, dass das Dorf förmlich in die Vergangenheit zurückversetzt wurde. Höhepunkt dieses Wochenendes war der große historische Festumzug am Sonntag bei bestem Wetter mit über 40 Gruppen und mehr als 12.000 Zuschauern aus nah und fern. Dieses besondere Spektakel wurde schließlich sogar im SWR Fernsehen ausgestrahlt.

Es zeigt von links nach rechts: Ortsvorsteher Michael Jäckle (mit der Schenkungsurkunde von Bischof Heddo), seine Frau Simone und Bürgermeister Armin Roesner
Das zweite herausragende Ereignis war das Theaterstück „Oberschopfheim 1677 – vom Überleben eines Dorfes“. Es thematisierte eine der schlimmsten Zeiten, die das Dorf je erlebt hat, denn auch der Dreißigjährige Krieg machte vor Oberschopfheim nicht halt. Trotz der Kriegswirren, bei denen nahezu sämtliche Gehöfte niedergebrannt wurden, sollte eine Hochzeit stattfinden. Krieg und familiäre Verbindungen wurden den Besuchern in diesem ergreifenden Stück, verfasst von Regisseur Christopher Kern, eindrucksvoll nahegebracht. Als Aufführungsort diente der Pfarrsaal, der sich durch die unmittelbare Nähe zu den Laienspielern – allesamt Oberschopfheimer – als besonders geeignet erwies.
Abgeschlossen wurde das Jubiläumsjahr im Dezember mit einem großen Konzert des Musikvereins, der Chorgemeinschaft und des Kirchenchores in der katholischen Kirche St. Leodegar.
Abschließend gilt allen Beteiligten, die dieses Jubiläumsjahr vorbereitet und gestaltet haben, ein großer Dank. Ebenso der gesamten Bürgerschaft von Oberschopfheim, die über das ganze Jahr hinweg die zahlreichen Veranstaltungen besucht und mitgetragen hat.
